Hier ist der vollständige Leitfaden zur Pilotmontage:
https://gamma.app/docs/Bombardenfischen-mit-Pilotmontage-5pa9y5wodre9ea3

Hier ist der vollständige Leitfaden zur Pilotmontage:
https://gamma.app/docs/Bombardenfischen-mit-Pilotmontage-5pa9y5wodre9ea3

Bevor Du überhaupt den ersten Wurf machst, solltest Du Dir eine ganz entscheidende Frage stellen: Blei vs. Glas
Fische ich heute meine Montage mit Blei oder mit Glas (Ghost)?
Viele unterschätzen diesen Punkt.
In der Praxis ist es aber oft genau diese Entscheidung, die darüber bestimmt, ob Du fängst – oder leer ausgehst.
Ich zeige Dir hier aus meiner Erfahrung, wann was wirklich Sinn macht, denn ich fische beides gern. Sowohl solo, als auch als Beschwerung an der Posen- Montage. Doch wann ich welche Beschwerung wähle, das hängt in erster Linie davon ab, wo und in welcher Tiefe sich die Fische aufhalten, bzw. wie klar oder trüb das Wasser ist und auch, ob gerade ein Orkan über den See zieht, oder es recht windstill ist.
Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Lesen und freue mich, wie immer, über jegliches Feedback und hoffe natürlich, dass Dir dieser Artikel am Wasser weiterhelfen kann. Fragen sind, wie immer, herlich willkommen.
Glas hat im Vergleich zu Blei eine deutlich geringere Dichte.
Das führt zu zwei entscheidenden Effekten:
Genau daraus ergeben sich manchmal große Vorteile.
1. Höhere Wurfweite
Du kannst bei gleicher Pose deutlich mehr Gewicht einsetzen.
Eine 3 gr-Pose steht perfekt im Wasser, wenn sie mit einem Glaskörper mit einem Gewicht von 5gr. beschwert wurde.
Ergebnis:
Du erreichst deutlich größere Distanzen.
2. Sehr geringe Scheuchwirkung
Glas ist unter Wasser kaum sichtbar.
Gerade bei klarem Wasser und vorsichtigen Forellen ist das ein echter Vorteil.
3. Natürliches Sinkverhalten
Die Montage sinkt langsamer und „trägt“ im Wasser.
Das wirkt deutlich natürlicher als ein klassisches Blei.
4. Ideal für Mittelwasser und Oberfläche
Wenn die Forellen aktiv sind und nicht am Grund stehen, ist Glas oft die bessere Wahl.
1. Aufsteigen beim Einholen
Ein entscheidender Punkt aus der Praxis:
Beim Einkurbeln steigt die Montage nach oben.
Das bedeutet:
Du beginnst eventuell auf Tiefe –
angelst aber nach wenigen Metern über den Fischen hinweg.
2. Schwierige Tiefenkontrolle
Gerade bei grundnah stehenden Forellen wird es schwierig, die gewünschte Tiefe konstant zu halten.
Blei hat eine sehr hohe Dichte.
Und genau das ist sein entscheidender Vorteil:
Es bleibt auch unter Wasser „schwer“.
1. Schnelles Absinken
Du kommst sofort auf die gewünschte Tiefe.
2. Bleibt konstant auf Tiefe
Auch beim Einholen bleibt die Montage stabil unten.
3. Hohe Kontrolle
Du hast jederzeit direkten Kontakt zur Montage und kannst sie sehr präzise führen.
Am Ende lässt sich das Ganze sehr klar zusammenfassen:
Stehen die Forellen oben oder im Mittelwasser → Glas
Stehen die Forellen tief oder am Grund → Blei
Glas ist kein „feines Spielzeug“, sondern ein hoch effektives Werkzeug –
vor allem, wenn es um Distanz, Natürlichkeit und vorsichtige Fische geht.
Blei dagegen ist Dein Werkzeug für Kontrolle, Tiefe und Präzision.
Wer Glas und Blei richtig einsetzt, hat einen klaren Vorteil am Wasser.
Schreib gern in die Kommentare, welche Erfahrungen Du gemacht hast und folge gern meinem Kanal. Ich freue mich sehr über jedes Like und jedes Abo.
Bis zum nächsten Mal
All times – tight lines
Euer Klaus

Wasserkraft und Fische in Deutschland sind ein Thema, das aktuell für viele Angler immer wichtiger wird.
Wer heute öffentlich über Angeln spricht, stößt immer häufiger auf eine sehr emotionale Kritik.
Angler werden in sozialen Netzwerken nicht selten als „Tierquäler“ oder sogar als „Mörder“ bezeichnet.
Wenn man sich allerdings ernsthaft mit dem Zustand unserer Flüsse und Fischbestände beschäftigt, wird schnell klar:
Die größten Gefahren für viele Fischarten entstehen durch massive Veränderungen unserer Gewässer.
Und genau darüber müssen wir dringend sprechen.
In Diskussionen taucht häufig eine Zahl auf:
3,3 Millionen Angler in Deutschland.
Diese Zahl stammt aus einer wissenschaftlichen Untersuchung von Arlinghaus et al. (2004) zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung der Angelfischerei. Sie beschreibt vor allem die Zahl regelmäßig aktiver Angler.
Neuere Bevölkerungsumfragen zeigen jedoch ein deutlich größeres Bild.
Erhebungen wie die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) zeigen, dass in Deutschland heute
über 6 Millionen Menschen zumindest gelegentlich angeln gehen.
Damit gehört Angeln zu den größten Natur-Freizeitaktivitäten Deutschlands.
Diese Zahl zeigt auch:
Angler sind keine kleine Randgruppe.
Sie sind ein relevanter Teil der Gesellschaft.
Wer regelmäßig angelt, weiß:
Ohne gesunde Gewässer gibt es keine Fische.
Deshalb engagieren sich Angler seit Jahrzehnten in Bereichen wie
Viele Flüsse und Seen würden heute vermutlich deutlich schlechter dastehen, wenn es diese ehrenamtliche Arbeit nicht gäbe.
Trotzdem geraten Angler immer wieder in die Kritik – oft von Menschen, die selbst kaum Kontakt zu unseren Gewässern haben.
Während über Fanglimits oder Schonzeiten intensiv diskutiert wird, wird ein anderer Faktor häufig deutlich weniger beachtet.
Wasserkraftwerke.
In Deutschland existieren heute rund
7.300 Wasserkraftanlagen.
Viele davon befinden sich genau in den Gewässern, in denen Forellen, Äschen oder andere Wanderfische leben.
Wenn Fische durch eine Turbine schwimmen, können mehrere Faktoren tödlich wirken:
Untersuchungen zeigen, dass bei einer Turbinenpassage häufig
10 bis 30 Prozent der Fische sterben.
Bei empfindlichen Arten oder großen Turbinen können die Verluste sogar deutlich höher liegen.
Ein besonders bekanntes Beispiel ist der Europäische Aal.
Beim Abwandern zum Meer müssen Aale häufig mehrere Wasserkraftwerke passieren.
Studien zeigen, dass die Mortalitätsraten pro Turbinenpassage teilweise
zwischen 40 und 100 Prozent liegen können.
Das ist einer der Hauptgründe, warum der Europäische Aal heute als stark gefährdete Art gilt.
Diese Flüsse sind besonders stark betroffen:
Der Rhein gehört zu den am stärksten verbauten Flüssen Europas.
Große Wasserkraftwerke befinden sich unter anderem bei:
Sie bilden wichtige Hindernisse für Wanderfische wie:
Lachs
Meerforelle
Aal
Die Donau ist einer der größten Wasserkraft-Flüsse Europas.
In Deutschland und Österreich gibt es zahlreiche große Anlagen, zum Beispiel bei:
Die Donau ist deshalb stark fragmentiert.
Der Main ist durch eine Kette von Staustufen geprägt.
Diese wurden ursprünglich für die Schifffahrt gebaut, werden heute aber häufig auch zur Energieerzeugung genutzt.
Die Mosel besitzt ebenfalls eine lange Reihe von Staustufen mit Wasserkraftwerken.
Sie zählen zu den wichtigsten Wanderhindernissen für Fische in diesem Flusssystem.
Lech und Isar
In Süddeutschland sind besonders betroffen:
Hier existieren zahlreiche Wasserkraftanlagen, viele davon im alpinen Raum.
Gerade dort liegen jedoch auch wichtige Lebensräume für:
Forelle
Äsche
Huchen
Viele Menschen denken bei Wasserkraft an große Staudämme.
In Deutschland besteht die große Mehrheit der Anlagen jedoch aus kleinen Wasserkraftwerken.
Sie produzieren oft nur sehr wenig Strom, können aber dennoch:
Das eigentliche Problem entsteht durch die große Zahl von Anlagen.
Viele Flüsse sind heute durch eine Kette von Staustufen und Wasserkraftwerken unterbrochen.
Für wandernde Fischarten bedeutet das:
Sie müssen mehrere Hindernisse hintereinander überwinden.
Die Verluste summieren sich dadurch erheblich.
Trotz dieser ökologischen Auswirkungen trägt Wasserkraft in Deutschland nur etwa
3 bis 4 Prozent zur Stromproduktion bei!
Viele kleine Anlagen produzieren sehr wenig Energie, können aber dennoch erhebliche Auswirkungen auf Flüsse und Fischpopulationen haben.
Wenn über Gewässer, Naturschutz oder Fischbestände diskutiert wird, sollte man sich eine einfache Frage stellen:
Wer kennt unsere Gewässer eigentlich besser als Angler?
Mehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland gehen angeln.
Das ist eine enorme Zahl.
Und trotzdem wirkt die Lobby der Angler oft erstaunlich schwach.
Vielleicht liegt das auch daran, dass viele Angler ihre Stimme nicht erheben.
Dabei hätten sie allen Grund dazu.
Denn gesunde Flüsse, funktionierende Fischwanderungen und stabile Fischbestände sind nicht nur ein Anliegen von Anglern – sondern ein wichtiger Teil unseres Naturerbes.
Angler pauschal als „Mörder“ zu bezeichnen, verkennt die Realität.
Angeln ist für Millionen Menschen eine Verbindung zur Natur.
Gleichzeitig stehen unsere Flüsse vor großen Herausforderungen.
Wasserkraftwerke, Gewässerverbauungen und andere Eingriffe verändern Lebensräume oft deutlich stärker als die Angelfischerei selbst.
Wenn wir wirklich über den Schutz unserer Fischbestände sprechen wollen, müssen wir deshalb das gesamte Bild betrachten.
Und vielleicht auch eine andere Frage stellen:
Wie schaffen wir es, unsere Flüsse wieder fischfreundlicher zu machen?
Eine offene und ehrliche Diskussion darüber wäre ein guter Anfang.
Wie seht ihr das?
Sind Angler in der öffentlichen Debatte zu Unrecht das Feindbild?
Oder müssten wir als Angler selbst stärker unsere Stimme erheben?
Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.