



Genau das soll sich ändern.
Ab sofort veröffentliche ich hier auf Forellen-Fieber jeden Freitag eine neue Rubrik: den Sonderbesatz-Radar. Darin halte ich für euch fest, welche kommerziellen Forellengewässer in der aktuellen Woche frisch besetzt haben – mit Lachsforellen, Tigerforellen, Goldforellen oder klassischen Regenbogenforellen in besonderer Größe oder Menge.
Ein Sonderbesatz an Forellenseen ist mehr als der reguläre Grundbestand, den ein Angelpark dauerhaft im Wasser hat. Betreiber setzen dabei gezielt größere Mengen oder besondere Fischarten ein – oft vor Wochenenden, Feiertagen oder besonderen Events. Das Ergebnis: deutlich höhere Fangchancen, aktivere Fische und oft Exemplare, die man sonst selten zu Gesicht bekommt.
Wer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen See ist, hat einen entscheidenden Vorteil.
Das ist die berechtigte Frage. Die meisten Betreiber kommunizieren ihre Sonderbesätze ausschließlich auf ihrer eigenen Facebook-Seite oder Website – oft nur einen Tag vorher, manchmal am selben Morgen. Wer nicht zufällig die richtige Seite im Blick hat, verpasst es.
Genau da setze ich an. Ich recherchiere jede Woche systematisch die Meldungen aus den Gewässern in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und fasse sie für euch zusammen – an einem Ort.
Hier findet ihr hier auf Forellen-Fieber eine Übersicht mit allen Sonderbesatz an Forellenseen -Meldungen der Woche. Für jedes Gewässer gibt es – soweit bekannt – folgende Infos:
Kontakt Ihrseid selbst regelmäßig an kommerziellen Forellenseen unterwegs? Dann habt ihr oft schneller einen Sonderbesatz mitbekommen als ich. Schreibt ihn einfach in die Kommentare – ich nehme ihn in den nächsten Bericht auf.
Betreiber eines Angelparks, die ihren Sonderbesatz hier regelmäßig veröffentlicht haben möchten, können mich direkt kontaktieren. Die Nennung ist kostenlos.
Petri Heil – und all times tight lines, Euer Klaus


Forellenteig richtig formen, Paste fängt. Aber nur, wenn sie sich auch bewegt. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du aus zwei Teigkügelchen einen rotierenden Propeller formst – und warum das so entscheidend für deinen Fang ist.

Manche Angler unterschätzen das. Sie drücken den Forellenteig irgendwie an den Haken, werfen aus – und wundern sich, warum der Nachbar mehr fängt. Das Geheimnis liegt nicht immer im Aroma. Es liegt in der Bewegung.
Forellen reagieren auf Rotationsreize extrem stark. Ein Köder, der sich beim Einkurbeln gleichmäßig dreht, wirkt auf die Fische wie ein lebendiges Tier – und triggert den Jagdinstinkt, auch bei wählerischen Exemplaren. Egal ob du am Sbirolino oder hinter der Schlepppose angelst: Wenn sich dein Teig nicht dreht, verschenkst du Bisse.
Die gute Nachricht: Mit der richtigen Formtechnik bekommst du deinen Forellenteig zuverlässig in Rotation – und das bereits bei sehr langsamem Einkurbeln.
Ich zeige dir heute die erste und bewährteste Variante: den Propeller.

Nimm aus jeder Farbe ein gleich großes Kügelchen Forellenteig und presse beide fest zusammen. Wie groß? So, dass du später ein Plättchen von etwa Fingernagel-Größe bekommst – nicht zu groß, nicht zu klein.
Wichtig: Die beiden Farben sollen eine feste Verbindung eingehen, aber nicht vermischt werden. Jede Farbe bleibt auf ihrer eigenen Hälfte. Die Zweifarbigkeit ist kein rein optisches Detail – der Farbkontrast erzeugt zusätzlichen visuellen Reiz im Wasser und macht den Köder für die Forelle noch attraktiver.

Aus dem Doppelkügelchen formst du jetzt zwischen Daumen und Zeigefinger einen flachen Tropfen – ein dünnes Plättchen mit leicht zugespitztem Ende. Stell dir eine Mini-Version eines Regentropfens vor, nur eben flach wie eine Münze.
Auch hier gilt: nicht durchkneten. Die Farbgrenze muss klar erkennbar bleiben. Wenn die Farben anfangen, ineinander zu laufen, hast du zu viel gedrückt. Dann lieber neu anfangen – gemischter Teig verliert den Zweifarbigkeits-Effekt komplett.

Jetzt kommt der Haken ins Spiel. Du kannst ihn von oben oder seitlich in das Teigplättchen einstechen – beide Varianten funktionieren. Entscheidend ist, dass der Hakenschaft vollständig im Teig sitzt. Wenn er nur halb drin ist, verrutscht der Köder im Wasser und dreht sich nicht mehr sauber.
Achte beim Einstechen darauf, das Plättchen nicht zu verdrücken. Die Form, die du in Schritt 2 aufgebaut hast, muss erhalten bleiben – sie ist die Grundlage für den Propellereffekt.

Das ist der entscheidende Schritt – und genau der, den viele weglassen.
Drücke mit dem Daumen oder Zeigefinger die untere Hälfte des Plättchens seitlich weg. Nicht herausreißen, nicht verformen – sondern kontrolliert zur Seite versetzen, sodass das Plättchen eine asymmetrische Form bekommt.
Diese Asymmetrie ist der Kern des Propeller-Prinzips: Der versetzte untere Teil erzeugt beim Durchziehen im Wasser einen Strömungswiderstand, der den Köder in Rotation bringt. Ohne diesen Schritt dreht sich nichts. Mit ihm dreht sich der Köder zuverlässig – selbst bei minimalem Tempo.
Das Wegdrücken soll deutlich sein, aber die Grundform des Plättchens muss erhalten bleiben. Klar, aber kontrolliert.

Zum Abschluss nimmst du die schmale Seite des Plättchens – also den Teil, der oben den Hakenschenkel umschließt – zwischen die Fingerkuppen und drehst sie leicht ein. Das Ziel ist eine zum Vorfach hin spitz zulaufende Form.
Diese Zuspitzung hat zwei Funktionen: Erstens sitzt der Köder damit stabiler am Haken. Zweitens verstärkt sie den Rotationsimpuls im Wasser noch einmal spürbar. Ein Schritt, der sich lohnt.

Das Ergebnis ist ein asymmetrisches, leicht verdrehtes Teigplättchen, das beim Einkurbeln hervorragend rotiert – selbst bei sehr langsamem Tempo. Genau das wollen wir. Die Forelle sieht einen sich drehenden, zweifarbig blinkenden Köder, der nach Futter riecht. Mehr Trigger auf einmal geht kaum.
Kurze Antwort: Das hängt vom Tag ab.
Ich habe immer mehrere Farbkombinationen dabei. Schwarz/Weiß ist ein Klassiker, funktioniert bei trübem Wasser und wenig Licht sehr gut. Gelb/Rot zündet oft bei sonnigen Bedingungen. Fluo-Farben können an manchen Tagen den Unterschied machen.
Die Wahrheit ist: Forellen haben manchmal sehr konkrete Vorlieben, die du vorher nicht weißt. Was gestern gebissen hat, zündet heute nicht unbedingt. Deshalb: variieren, beobachten, anpassen. Nimm dir drei, vier Farbkombinationen mit und teste sie durch. Der erste Biss zeigt dir, in welche Richtung du weitermachen sollst.

Fünf gezielte Handgriffe – und dein Forellenteig dreht sich zuverlässig. Die Reihenfolge und Sorgfalt bei jedem Schritt entscheiden über die Rotationsqualität im Wasser.
Der Propeller ist die bewährteste Form, die ich kenne, um Forellenteig in Rotation zu versetzen. Er ist einfach herzustellen, funktioniert an verschiedenen Montagen und bringt auch bei langsamer Führung konstante Ergebnisse. Wenn du bisher deinen Teig einfach nur ans Eisen gedrückt hast, probier diese Technik beim nächsten Ausflug aus. Du wirst den Unterschied merken.
Weitere Formen und Techniken folgen – bleib dran.
Petri Heil – und all times – tight lines, Euer Klaus


Wer regelmäßig am Forellensee steht, kennt das Dilemma: Der Wind bläst, die Wellen rollen, und die Frage ist nicht ob man fischt – sondern wo. Denn Wind ist kein Feind des Angelns. Wind bedeutet Information und ist oft entscheidend für die Strategie des Angeltages. Wer ihn lesen kann, fängt mehr Forellen.

Wind bewegt Wasser. Das klingt banal, ist aber die Grundlage für alles, was danach kommt. Hier ist die Frage entscheidend: Mit oder gegen den Wind angeln? Sobald Wind über die Wasseroberfläche streicht, entstehen Driftströmungen – Wasserbewegungen, die von der Windseite weg und zur gegenüberliegenden Seite hin verlaufen. Diese Strömungen sind keine Kleinigkeit. Sie verändern die gesamte Nahrungsverteilung im Teich.
Insekten, Larven, Nymphen, kleine Kleinstkrebse – alles, was an oder knapp unter der Oberfläche treibt, wird vom Wind mitgenommen. Die Nahrung verdriftet. Und die Forellen wissen das. Sie stehen nicht zufällig irgendwo. Sie stehen dort, wo das Futter ankommt.

Die Windseite – also das Ufer, auf das der Wind zubläst – ist der mit Abstand aktivste Bereich im gesamten Gewässer. Hier akkumuliert sich das Futter. Hier stauen sich Schaumlinien, in denen sich Nahrungspartikel konzentrieren. Und genau hier stehen die Forellen und fressen.
Wer auf der Windseite fischt, fischt gegen den Wind – und das bedeutet: Der Wurf geht gegen dem Wind, die Bombarde oder der Sbirolino fliegt nicht so weit und auch die die Schnur müssen wir entsprechend auf Spannung bringen. Die Montage driftet allerdings dann natürlich Richtung Ufer – genau so, wie es eine treibende Beute tun würde. Alles stimmt.
Ein weiterer Vorteil, der oft vergessen wird: Wellen schlagen gegen das windexponierte Ufer. Dabei wird Luft ins Wasser eingemischt. Der Sauerstoffgehalt steigt direkt in der Wellenzone. Mehr Sauerstoff bedeutet aktivere Forellen, höherer Stoffwechsel, mehr Fressbereitschaft. Die Windseite liefert also gleich drei Vorteile auf einmal: Nahrung, Strömung und Sauerstoff.

Ein weiterer Vorteil, der oft vergessen wird: Wellen schlagen gegen das windexponierte Ufer und mischen dabei Luft ins Wasser. Der Sauerstoffgehalt steigt direkt in der Wellenzone. Mehr Sauerstoff bedeutet aktivere Forellen, höherer Stoffwechsel, mehr Fressbereitschaft.

Die gegenüberliegende Seite, die Leeseite, ist ruhig. Kein Wellengang, keine Drift, kein Futter. Das Wasser steht. Die Forellen auch – aber sie fressen nicht. In vielen Gewässern ist die Leeseite an windreichen Tagen schlicht tot. Nicht immer, aber oft genug, um sie als erste Option zu streichen. Auch hier entscheidet die Frage: Mit oder gegen den Wind angeln?
Jetzt kommt das Aber – und das ist entscheidend: Manchmal ist die Windseite zu exponiert. Wenn Böen so stark werden, dass die Leine zurückgepeitscht wird, die Montage unkontrolliert über die Oberfläche rast und ein sauberer Köderführung schlicht unmöglich ist, dann ist der Wind zu viel.
Genau dann wird der Windschatten zur Taktik. Buchten, Schilfkanten, einzelne Bäume, Ufervorsprünge – all das erzeugt Schutzzonen, in denen sich ruhigeres Wasser bildet. Der entscheidende Punkt ist nicht die ruhige Zone selbst, sondern die Kante zwischen ruhigem und rauem Wasser. Genau dort, an dieser Übergangszone, stehen die Forellen. Sie nutzen den Windschatten als Wartezone und schnappen sich alles, was aus dem bewegten Wasser in die Ruhe hereintreibt.
Der Sbirolino oder die Bombarde wird entlang dieser Kante geführt – langsam, natürlich, direkt in der Trennlinie. Das ist präzises Angeln, kein Glücksspiel.

Es gibt eine Grenze. Wenn Schaumlinien nicht mehr erkennbar sind, weil das gesamte Wasser in Aufruhr ist, wenn aufgewirbeltes Sediment das Wasser trübt, wenn die Leine keine Chance hat, sauber zu liegen – dann ist der Punkt erreicht, an dem Wind zum Problem wird. Nicht weil die Forellen aufgehört haben zu fressen, sondern weil eine kontrollierte Präsentation des Köders nicht mehr möglich ist. An solchen Tagen lohnt es sich, auf geschütztere Gewässerabschnitte auszuweichen oder den nächsten Tag abzuwarten.

Die Antwort auf die Frage „mit oder gegen den Wind angeln?“ ist eindeutig: Gegen den Wind. Die Windseite bringt Nahrung, Sauerstoff und aktive Forellen. Wer konsequent die Windseite aufsucht und seine Montage entlang der Schaumlinie führt, hat einen echten taktischen Vorteil.
Wenn der Wind zu stark wird, wechselt die Strategie: Windschatten suchen, Übergangszonen befischen, Kontrolle über die Montage behalten.
Wind lesen ist eine Fertigkeit. Wer sie beherrscht, ist am Forellensee klar im Vorteil.

Petri Heil – und all times – tight lines, Euer Klaus.

Die heutige Frage zum Fragen- Freitag kommt von Noel aus Cannstatt. Vielen Dank für Deine Frage, auch, wenn sie originär nicht nur mit dem Forellenangeln zu tun hat, habe ich sie explizit ausgewählt, um dieses Thema einmal umfassend zu beleuchten. Schließlich stehen wir Angler ja auch immer im kritischen Fokus der Öffentlichkeit und es bedarf Argumente gegenüber unseren Gegnern, um den Nutzen der Angelei für die Gesellschaft insgesamt zu verdeutlichen.

In Wahrheit ist sie gar nicht so leicht zu beantworten. Je nachdem, welche Quelle man heranzieht, fallen die Zahlen unterschiedlich aus. Das liegt nicht unbedingt daran, dass eine Quelle falsch ist. Meist messen die Studien schlicht unterschiedliche Dinge.
Es gibt einen Unterschied zwischen:
Trotzdem zeigen die verfügbaren Zahlen sehr deutlich:
Angeln ist in Deutschland kein kleines Randhobby. Es ist eine große Freizeitbewegung mit Millionen Menschen, erheblicher Wirtschaftskraft und einer politischen Bedeutung, die oft unterschätzt wird.
In diesem Artikel schauen wir uns an,
| Kennzahl | Größenordnung | Einordnung |
|---|---|---|
| Menschen in Deutschland, die mindestens einmal im Jahr angeln | ca. 6,64 Mio. | breite Anglerbasis |
| Anteil an der Bevölkerung ab 14 Jahren | ca. 9,4 % | fast jeder zehnte Mensch ab 14 Jahren |
| Gültige Fischereischeine in Deutschland | ca. 1,8 Mio. | formell erfasste Angler |
| Organisierte Angler in Vereinen | ca. 950.000 | Vereins- und Verbandsstruktur |
| Angelvereine in Deutschland | ca. 8.000 | starke regionale Verankerung |
| Häufig bzw. regelmäßig aktive Angler | ca. 1,1 bis 1,22 Mio. | besonders aktiver Kern |
| Geschätzter ökonomischer Gesamtnutzen der Angelfischerei | ca. 6,4 Mrd. € jährlich | wirtschaftliche Relevanz |
| Geschätzte Arbeitsplätze durch Angelfischerei | ca. 52.000 | Handel, Tourismus, Dienstleistungen |
Breite Anglerbasis (mind. 1x/Jahr): 6,64 Mio.
gültige Fischereischeine : 1,80 Mio.
häufig/regelmäßig aktive Angler : 1,10–1,22
organisierte Angler in Vereinen : 0,95 Mio.
Die wichtigste Erkenntnis daraus:
Nicht jede Zahl beschreibt dieselbe Art von Angler.
Wer über Angler in Deutschland spricht, muss also sauber unterscheiden zwischen:
Der Deutsche Angelfischerverband weist selbst darauf hin, dass verschiedene Studien unterschiedliche Bewertungsgrundlagen verwenden und deshalb nicht immer direkt vergleichbar sind.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Einige Zahlen erfassen:
Andere Zahlen erfassen:
Wieder andere Studien erfassen:
Eine Person kann:
Deshalb ist die eigentliche Frage nicht nur:
„Wie viele Angler gibt es?“
Sondern auch:
„Welche Angler meinen wir genau?“
Der DAFV nennt für 2021 rund 6,64 Millionen Menschen in Deutschland, die mindestens einmal im Jahr der Angelfischerei nachgehen. Bezogen auf die Bevölkerung ab 14 Jahren entspricht das etwa 9,4 Prozent.
Das heißt:
Fast jeder zehnte Mensch ab 14 Jahren in Deutschland hat im betrachteten Jahr geangelt.
Das ist eine starke Zahl, weil sie zeigt, dass Angeln gesellschaftlich viel größer ist, als viele glauben.
| Anglertyp | Beschreibung |
|---|---|
| Gelegenheitsangler | Angelt nur wenige Male im Jahr |
| Urlaubsangler | Greift vor allem im Urlaub oder saisonal zur Angel |
| Vereinsangler | Organisiert und oft eng an ein Gewässer gebunden |
| Aktive Freizeitangler | Ist regelmäßig am Wasser |
| Spezialisten | Z. B. Karpfen-, Raubfisch-, Forellen- oder Meeresangler |
Für Markt, Wissenstransfer und politische Interessenvertretung ist vor allem die Gruppe der regelmäßig bzw. häufig aktiven Angler wichtig. Hier wird häufig mit Größenordnungen von 1,1 bis 1,22 Millionen Menschen gearbeitet.
Diese Gruppe ist kleiner als die breite Gesamtbasis, aber besonders bedeutend.
Warum?
Weil häufig aktive Angler sich intensiver beschäftigen mit:
Das sind die Angler, die nicht nur „ab und zu“ angeln, sondern die das Thema wirklich tragen.
6,64 Mio. → mindestens gelegentlich aktiv
↓
1,80 Mio. → mit gültigem Fischereischein
↓
1,10–1,22 Mio. → häufig bzw. regelmäßig aktiv
↓
0,95 Mio. → organisiert in Vereinen
Diese Grafik zeigt sehr gut:
Je enger man die Definition fasst, desto kleiner wird die Gruppe – aber desto relevanter wird sie für Praxis, Markt und Interessenvertretung.
Rund 950.000 Angler sind nach DAFV-Angaben in etwa 8.000 Vereinen organisiert.
Das ist enorm wichtig, weil Vereine weit mehr leisten als nur Angelkarten auszugeben.
Viele Vereine übernehmen Aufgaben wie:
| Bereich | Bedeutung für Angler | Bedeutung für Gesellschaft |
|---|---|---|
| Gewässerpflege | bessere Angelmöglichkeiten | Schutz und Aufwertung von Lebensräumen |
| Jugendarbeit | Nachwuchs und Wissensvermittlung | Naturbildung und Verantwortung |
| Hege & Besatz | planvolle Bewirtschaftung | Beitrag zu Fischbestand und Nutzung |
| Müllsammelaktionen | saubere Angelplätze | direkte Umweltwirkung |
| Interessenvertretung | Stimme der Angler | Beteiligung an Entscheidungen |
| Ausbildung & Regeln | mehr Sicherheit und Wissen | Förderung verantwortungsvoller Nutzung |
Das Thünen-Institut arbeitet mit repräsentativen Befragungen und Tagebuchmethoden, um die Angelfischerei in Deutschland genauer zu erfassen. Solche Erhebungen sind wichtig, weil es kein vollständiges deutschlandweites Register aller Anglerinnen und Angler gibt.
Die wissenschaftliche Perspektive zeigt:
Diese Art der Datenerhebung ist deshalb so wertvoll, weil sie nicht nur nackte Zahlen liefert, sondern hilft zu verstehen:
Angeln ist nicht nur Naturerlebnis und Freizeit. Angeln ist auch Wirtschaft.
Der DAFV nennt auf Basis wissenschaftlicher Arbeiten einen geschätzten ökonomischen Gesamtnutzen der Angelfischerei in Deutschland von rund 6,4 Milliarden Euro pro Jahr. Außerdem werden rund 52.000 Arbeitsplätze damit in Verbindung gebracht.
| Bereich | Beispiele |
|---|---|
| Angelgerätehandel | Ruten, Rollen, Schnüre, Haken, Köder, Zubehör |
| Tourismus | Reisen, Unterkünfte, Camping, Gastronomie |
| Gewässerbewirtschaftung | Angelkarten, Besatz, Pflege, Verwaltung |
| Mobilität & Boote | Boote, Trailer, E-Motoren, Echolote |
| Dienstleistungen | Guides, Anlagenbetreiber, Reparatur, Kurse |
| Medien & Inhalte | Magazine, Bücher, Online-Plattformen, Videos |
| Veranstaltungen | Messen, Wettbewerbe, Vereinstage, Workshops |
Angler
↓
Ausrüstung, Angelkarten, Reisen, Unterkunft, Verpflegung
↓
Handel, Tourismus, Vereine, Gewässerbewirtschaftung, Dienstleistungen
↓
Arbeitsplätze, Steuern, regionale Wertschöpfung
Das bedeutet:
Wenn Angelmöglichkeiten eingeschränkt werden, betrifft das nicht nur einzelne Angler, sondern ganze wirtschaftliche Strukturen.
Diese Zahlen sind nicht nur Statistik. Sie geben auch Anglern selbst eine wichtige Einordnung.
Wer angelt, gehört zu einer großen Gemeinschaft. Das schafft nicht nur Reichweite, sondern auch Verantwortung.
Die Ausgaben für Gerät, Reisen, Karten und Dienstleistungen sind alles andere als unbedeutend.
Viele Angler beobachten Gewässer über Jahre. Sie sehen Veränderungen oft früher als Menschen, die nur selten in der Natur unterwegs sind.
Vor allem in Vereinen wird viel Arbeit investiert, die öffentlich oft kaum wahrgenommen wird.
Gerade bei Themen wie Gewässerzugang, Fischbestände, Naturschutz, Bürokratie und Regelungen sollten Angler sachlich und geschlossen auftreten.
Jetzt kommt der Punkt, der mir besonders wichtig ist!
Wenn in Deutschland rund 6,64 Millionen Menschen mindestens einmal im Jahr angeln, dann ist das als gesellschaftliche Gruppe eine enorme Größenordnung.
Natürlich gilt dabei:
Trotzdem kann man die Größenordnung einmal rechnerisch einordnen.
Bei der Bundestagswahl 2025 gab es rund 49,65 Millionen gültige Zweitstimmen. Würde man die Zahl von 6,64 Millionen Anglern rein rechnerisch danebenlegen, entspräche das etwa 13,4 Prozent dieser gültigen Zweitstimmen.
Das ist keine Wahlprognose und keine Wahlempfehlung. Es zeigt nur:
Wenn Angler bei zentralen Sachthemen geschlossen auftreten würden, wäre das eine Stimme, die politisch kaum zu überhören wäre.
Tabelle: Theoretische politische Einordnung
| Vergleichswert Bundestagswahl 2025 | Zweitstimmen / Größe | Anteil / Einordnung |
|---|---|---|
| theoretische breite Anglerbasis | 6,64 Mio. | rechnerisch ca. 13,4 % der gültigen Zweitstimmen 2025 |
| CDU | 11,20 Mio. | 22,6 % |
| AfD | 10,33 Mio. | 20,8 % |
| SPD | 8,15 Mio. | 16,4 % |
| Bündnis 90/Die Grünen | 5,76 Mio. | 11,6 % |
| Die Linke | 4,36 Mio. | 8,8 % |
| CSU | 2,96 Mio. | 6,0 % |
| BSW | 2,47 Mio. | 4,981 % |
| FDP | 2,15 Mio. | 4,3 % |
Einordnung für den Artikel:
Die theoretische breite Anglerbasis von 6,64 Mio. Menschen läge rein rechnerisch über dem Zweitstimmenergebnis von Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, CSU, BSW und FDP, aber unter den Ergebnissen von CDU, AfD und SPD. Das zeigt nicht, dass Angler politisch einheitlich wären. Es zeigt aber sehr deutlich, welche Größenordnung die Anglerschaft hätte, wenn sie bei fachlichen Themen wie Gewässerzugang, Fischereirecht, Naturschutz, Kormoranmanagement, Wasserkraft oder Angelverboten geschlossen auftreten würde.
Die offiziellen Zweitstimmenzahlen stammen von der Bundeswahlleiterin: CDU 11.196.374, AfD 10.328.780, SPD 8.149.124, Grüne 5.762.380, Die Linke 4.356.532, CSU 2.964.028, BSW 2.472.947 und FDP 2.148.757 bei insgesamt 49.649.512 gültigen Zweitstimmen.
Wenn Angler gemeinsam auftreten würden, dann vor allem bei fachlichen Themen, die sie direkt betreffen.
Tabelle: Politische Themen mit hoher Relevanz für Angler
| Thema | Warum es wichtig ist |
|---|---|
| Zugang zu Gewässern | Ohne Zugang verliert das Angeln seine Grundlage |
| Fischereirecht | Bestimmt, was erlaubt und was verboten ist |
| Gewässerschutz | Grundlage für gesunde Bestände und intakte Lebensräume |
| Kormoran, Fischotter, Prädatoren | Konflikte zwischen Schutz und Bewirtschaftung |
| Wasserkraft | Fischschutz, Durchgängigkeit und Bestände |
| Gewässerausbau | Einfluss auf Laichplätze, Uferzonen und Fischbestand |
| Bürokratie | Fischereischeine, Erlaubnisscheine, Verfahren |
| Jugend & Ehrenamt | Zukunft der Vereine und der Anglerschaft |
| Angelverbote | direkte Einschränkung von Nutzung und Teilhabe |
Gerade hier wäre eine sachliche, gut organisierte und einheitliche Stimme der Angler sehr wirksam.
Nicht durch Lautstärke. Sondern durch:
Trotz ihrer Größe wirken Angler nach außen oft weniger stark, als sie sein könnten.
Dafür gibt es mehrere Gründe:
Karpfenangler, Fliegenfischer, Meeresangler, Forellensee-Angler, Raubfischangler und Vereinsangler haben nicht immer dieselben Interessen.
Politische Themen erscheinen oft lästig, obwohl sie das Angeln direkt betreffen.
Angler werden in der Öffentlichkeit manchmal nur auf Fang, Entnahme oder Konflikte reduziert.
Viele profitieren von Vereinen und Verbänden, ohne selbst aktiv zu werden.
Die Anglerschaft erklärt viel zu selten geschlossen, was sie eigentlich leistet.
Angler müssen nicht parteipolitisch auftreten, um politisch Gewicht zu entfalten. Wichtiger ist eine sachliche und gemeinsame Stimme bei Fachthemen.
Politische Wirkung entsteht nicht nur im Wahllokal.
Sie entsteht auch durch:
Was bringt einem Angler dieser ganze Überblick nun praktisch?
Eine ganze Menge.
Angler sind keine kleine Randgruppe. Sie sind eine große Gemeinschaft mit gesellschaftlicher Bedeutung.
Wer Teil einer so großen Gruppe ist, prägt auch ihr Bild nach außen.
Vereine sind weit mehr als Kartenstellen. Sie sind oft Träger von Gewässerpflege, Jugendarbeit und Interessenvertretung.
Die aktive Gruppe der Angler ist kleiner als die breite Gesamtbasis, aber wirtschaftlich und praktisch besonders relevant.
Viele Themen, die Angler im Alltag betreffen, sind letztlich politische oder verwaltungsbezogene Themen.
Die verfügbaren Zahlen zeigen sehr deutlich:
Das alles führt zu einer klaren Erkenntnis:
Angler sind nicht nur Freizeitnutzer. Sie sind Naturbeobachter, Ehrenamtliche, Gewässerpfleger, Touristen, Käufer, Wissensvermittler und eine gesellschaftlich relevante Gruppe.
Wenn diese Gruppe bei zentralen Themen geschlossen, sachlich und verantwortungsvoll auftreten würde, hätte sie politisch und gesellschaftlich ein Gewicht, das weit größer ist, als viele heute wahrnehmen.
Nicht, weil alle Angler gleich denken.
Sondern weil sie bei entscheidenden Fragen gemeinsame Interessen haben:
Die Zahlen liefern dafür ein starkes Fundament.
Die entscheidende Frage ist am Ende nicht nur, wie viele Angler es gibt.
Die entscheidende Frage ist:
Was macht die Anglerschaft gemeinsam aus ihrer Größe?
URL: https://www.dafv.de/service/zahlen-und-fakten-rund-um-das-angeln
Verwendete Angaben:
Verwendete Angaben:
Verwendete Angaben:
URL: https://www.bundeswahlleiterin.de/bundestagswahlen/2025/ergebnisse/bund-99.html
Verwendete Angaben:
Verwendete Einordnung:
Hinweis: Diese Statista-Werte sind öffentlich oft nur eingeschränkt zugänglich und sollten deshalb eher als Markt- und Planungsgröße verstanden werden, nicht als amtliche Vollerhebung.

Hier ist der vollständige Leitfaden zur Pilotmontage:
https://gamma.app/docs/Bombardenfischen-mit-Pilotmontage-5pa9y5wodre9ea3

Schlanke Blinker für dicke Forellen – die unterschätzte Geheimwaffe
Die heutige Frage zum Fragen- Freitag kommt aus Burgwedel bei Hannover. Mark hat in dieser Region Forellenseen mit 4 ha und mehr vor der Tür und möchte diese gern mit Durchlaufblinker (Inlinern) befischen. Er fragt, was er für diese Art des Angelns für ein Set- Up benötigt und wie er diese Köder richtig fischt.
Lieber Mark, vielen Dank für Deine Frage. Ich habe, passend zu diesem Thema, über den Troutwerk ParaLAXX sogar einen Fachartikel geschrieben –
‚Schlanke Blinker für dicke Forellen‘.
Und genau darum geht’s heute.

Wenn ich ehrlich bin:
Wer einmal verstanden hat, wie man Durchlaufblinker auf Forelle richtig fischt, der will eigentlich nichts anderes mehr.
Praesten, Bloody Onliner, Trout Tracker oder der ParaLAXX – das sind keine „normalen“ Blinker. Das sind echte Fangmaschinen.
Und vor allem: Sie fangen nicht nur viele Forellen… sondern auffällig oft die richtig guten.
Der größte Unterschied zu klassischen Spoons liegt im Detail – und genau das macht den Unterschied.
Durchlaufblinker wie hier der ParaLAXX von Troutwerk

Und das Entscheidende:
Sie wirken im Wasser einfach natürlicher und lassen dich deutlich weiter werfen. So erreichst Du oft die Fische, die den Uferanglern verwehrt bleiben.
Während viele Spoons eher aggressiv spielen, gleitet ein Durchlaufblinker fast schon elegant durchs Wasser.
Gerade vorsichtige Forellen lassen sich davon deutlich leichter überzeugen.
Jetzt wird’s spannend.
Große Forellen ticken anders als kleine.
Sie sind vorsichtiger, stehen oft weiter draußen und lassen sich nicht so leicht täuschen.
Und genau hier spielt der Durchlaufblinker seine Stärken aus:
Das Ergebnis:
Weniger kleine „Zupfer“ – dafür mehr richtig gute Fische.
Hier brauchst du kein Hexenwerk, aber die Rute sollte passen.
Optimal sind Spinnruten mit folgenden Längen
Eine etwas längere Rute gibt dir einfach mehr Kontrolle – und ein paar Meter mehr Wurfweite schaden nie.
Ich fische gern:
Beim Vorfach hat sich bewährt:
– 80 bis 120 cm
In sehr klarem Wasser darf es auch ruhig etwas länger sein.
Die Montage ist simpel – aber extrem wichtig.
Wichtig:
Alles sollte sauber aufgebaut sein – hier entscheidet oft das Detail.
Das ist ein Punkt, den viele unterschätzen.
Beim klassischen Blinker hast du immer eine Hebelwirkung im Drill.
Der Fisch kann den Köder nutzen, um sich zu befreien.
Beim Durchlaufblinker auf Forelle passiert genau das nicht.
Der Blinker läuft frei auf der Schnur –
und im Drill hängt nur noch der Haken im Maul.
Das Ergebnis:
– Deutlich weniger Aussteiger
– Mehr Fische im Kescher
Jetzt kommt der wichtigste Teil überhaupt.
Wenn du denkst, du kurbelst langsam…
kurbel noch langsamer.
Durchlaufblinker leben von ruhiger Führung.
Mein absoluter Favorit.
Die meisten Bisse kommen genau in dieser Absinkphase.

Kleine Impulse mit der Rutenspitze bringen zusätzlich Leben rein.
Aber auch hier gilt:
– Weniger ist mehr.
Ich fische am liebsten drei Gewichtsklassen:
Damit bist du für fast jede Situation perfekt aufgestellt.
❌ zu schnell geführt
❌ keine Pausen
❌ zu kurze Ruten bei Distanz
❌ falsche Reaktion bei Nachläufern
Klassiker:
Forelle folgt → Angler wird schneller
Genau das ist falsch.
Gerade Nachläufer sind Gold wert.
Hier heißt es: Ruhe bewahren, Tempo rausnehmen – und den Fisch zum Biss reizen.
Durchlaufblinker sind kein Hype.
Sie sind einfach logisch.
Wenn du sie richtig einsetzt, wirst du merken:
Deine Fangquote verändert sich spürbar.
Und genau das ist es doch, was wir alle wollen.

Durchlaufblinker werden langsam geführt. Besonders effektiv ist die Stop-and-Go-Technik, bei der der Köder immer wieder absinkt. Die meisten Bisse erfolgen genau in dieser Absinkphase.
Ideal sind Ruten zwischen 2,10 m und 2,40 m mit einem Wurfgewicht von 3–12 g. An großen Seen sind auch längere Ruten bis 2,60 m sinnvoll.
Da der Blinker frei auf der Schnur läuft, hat der Fisch im Drill keinen Hebel. Dadurch sitzt nur der Haken im Maul, was die Aussteigerquote deutlich reduziert.
Ein Fluorocarbon-Vorfach zwischen 80 und 120 cm ist ideal. In klarem Wasser kann es auch länger gewählt werden.
Besonders effektiv sind sie bei vorsichtigen Forellen, klarem Wasser und wenn Fische weiter draußen stehen.
Ich hoffe, Euch hat dieser Artikel gefallen. Das komplette Video hierzu findet Ihr auf meinem YouTube- Kanal „Forellen-Fieber“.
Bis zum nächsten Mal und
all times- tight lines
Euer Klaus

Bevor Du überhaupt den ersten Wurf machst, solltest Du Dir eine ganz entscheidende Frage stellen: Blei vs. Glas
Fische ich heute meine Montage mit Blei oder mit Glas (Ghost)?
Viele unterschätzen diesen Punkt.
In der Praxis ist es aber oft genau diese Entscheidung, die darüber bestimmt, ob Du fängst – oder leer ausgehst.
Ich zeige Dir hier aus meiner Erfahrung, wann was wirklich Sinn macht, denn ich fische beides gern. Sowohl solo, als auch als Beschwerung an der Posen- Montage. Doch wann ich welche Beschwerung wähle, das hängt in erster Linie davon ab, wo und in welcher Tiefe sich die Fische aufhalten, bzw. wie klar oder trüb das Wasser ist und auch, ob gerade ein Orkan über den See zieht, oder es recht windstill ist.
Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim Lesen und freue mich, wie immer, über jegliches Feedback und hoffe natürlich, dass Dir dieser Artikel am Wasser weiterhelfen kann. Fragen sind, wie immer, herlich willkommen.
Glas hat im Vergleich zu Blei eine deutlich geringere Dichte.
Das führt zu zwei entscheidenden Effekten:
Genau daraus ergeben sich manchmal große Vorteile.
1. Höhere Wurfweite
Du kannst bei gleicher Pose deutlich mehr Gewicht einsetzen.
Eine 3 gr-Pose steht perfekt im Wasser, wenn sie mit einem Glaskörper mit einem Gewicht von 5gr. beschwert wurde.
Ergebnis:
Du erreichst deutlich größere Distanzen.
2. Sehr geringe Scheuchwirkung
Glas ist unter Wasser kaum sichtbar.
Gerade bei klarem Wasser und vorsichtigen Forellen ist das ein echter Vorteil.
3. Natürliches Sinkverhalten
Die Montage sinkt langsamer und „trägt“ im Wasser.
Das wirkt deutlich natürlicher als ein klassisches Blei.
4. Ideal für Mittelwasser und Oberfläche
Wenn die Forellen aktiv sind und nicht am Grund stehen, ist Glas oft die bessere Wahl.
1. Aufsteigen beim Einholen
Ein entscheidender Punkt aus der Praxis:
Beim Einkurbeln steigt die Montage nach oben.
Das bedeutet:
Du beginnst eventuell auf Tiefe –
angelst aber nach wenigen Metern über den Fischen hinweg.
2. Schwierige Tiefenkontrolle
Gerade bei grundnah stehenden Forellen wird es schwierig, die gewünschte Tiefe konstant zu halten.
Blei hat eine sehr hohe Dichte.
Und genau das ist sein entscheidender Vorteil:
Es bleibt auch unter Wasser „schwer“.
1. Schnelles Absinken
Du kommst sofort auf die gewünschte Tiefe.
2. Bleibt konstant auf Tiefe
Auch beim Einholen bleibt die Montage stabil unten.
3. Hohe Kontrolle
Du hast jederzeit direkten Kontakt zur Montage und kannst sie sehr präzise führen.
Am Ende lässt sich das Ganze sehr klar zusammenfassen:
Stehen die Forellen oben oder im Mittelwasser → Glas
Stehen die Forellen tief oder am Grund → Blei
Glas ist kein „feines Spielzeug“, sondern ein hoch effektives Werkzeug –
vor allem, wenn es um Distanz, Natürlichkeit und vorsichtige Fische geht.
Blei dagegen ist Dein Werkzeug für Kontrolle, Tiefe und Präzision.
Wer Glas und Blei richtig einsetzt, hat einen klaren Vorteil am Wasser.
Schreib gern in die Kommentare, welche Erfahrungen Du gemacht hast und folge gern meinem Kanal. Ich freue mich sehr über jedes Like und jedes Abo.
Bis zum nächsten Mal
All times – tight lines
Euer Klaus

Wasserkraft und Fische in Deutschland sind ein Thema, das aktuell für viele Angler immer wichtiger wird.
Wer heute öffentlich über Angeln spricht, stößt immer häufiger auf eine sehr emotionale Kritik.
Angler werden in sozialen Netzwerken nicht selten als „Tierquäler“ oder sogar als „Mörder“ bezeichnet.
Wenn man sich allerdings ernsthaft mit dem Zustand unserer Flüsse und Fischbestände beschäftigt, wird schnell klar:
Die größten Gefahren für viele Fischarten entstehen durch massive Veränderungen unserer Gewässer.
Und genau darüber müssen wir dringend sprechen.
In Diskussionen taucht häufig eine Zahl auf:
3,3 Millionen Angler in Deutschland.
Diese Zahl stammt aus einer wissenschaftlichen Untersuchung von Arlinghaus et al. (2004) zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung der Angelfischerei. Sie beschreibt vor allem die Zahl regelmäßig aktiver Angler.
Neuere Bevölkerungsumfragen zeigen jedoch ein deutlich größeres Bild.
Erhebungen wie die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) zeigen, dass in Deutschland heute
über 6 Millionen Menschen zumindest gelegentlich angeln gehen.
Damit gehört Angeln zu den größten Natur-Freizeitaktivitäten Deutschlands.
Diese Zahl zeigt auch:
Angler sind keine kleine Randgruppe.
Sie sind ein relevanter Teil der Gesellschaft.
Wer regelmäßig angelt, weiß:
Ohne gesunde Gewässer gibt es keine Fische.
Deshalb engagieren sich Angler seit Jahrzehnten in Bereichen wie
Viele Flüsse und Seen würden heute vermutlich deutlich schlechter dastehen, wenn es diese ehrenamtliche Arbeit nicht gäbe.
Trotzdem geraten Angler immer wieder in die Kritik – oft von Menschen, die selbst kaum Kontakt zu unseren Gewässern haben.
Während über Fanglimits oder Schonzeiten intensiv diskutiert wird, wird ein anderer Faktor häufig deutlich weniger beachtet.
Wasserkraftwerke.
In Deutschland existieren heute rund
7.300 Wasserkraftanlagen.
Viele davon befinden sich genau in den Gewässern, in denen Forellen, Äschen oder andere Wanderfische leben.
Wenn Fische durch eine Turbine schwimmen, können mehrere Faktoren tödlich wirken:
Untersuchungen zeigen, dass bei einer Turbinenpassage häufig
10 bis 30 Prozent der Fische sterben.
Bei empfindlichen Arten oder großen Turbinen können die Verluste sogar deutlich höher liegen.
Ein besonders bekanntes Beispiel ist der Europäische Aal.
Beim Abwandern zum Meer müssen Aale häufig mehrere Wasserkraftwerke passieren.
Studien zeigen, dass die Mortalitätsraten pro Turbinenpassage teilweise
zwischen 40 und 100 Prozent liegen können.
Das ist einer der Hauptgründe, warum der Europäische Aal heute als stark gefährdete Art gilt.
Diese Flüsse sind besonders stark betroffen:
Der Rhein gehört zu den am stärksten verbauten Flüssen Europas.
Große Wasserkraftwerke befinden sich unter anderem bei:
Sie bilden wichtige Hindernisse für Wanderfische wie:
Lachs
Meerforelle
Aal
Die Donau ist einer der größten Wasserkraft-Flüsse Europas.
In Deutschland und Österreich gibt es zahlreiche große Anlagen, zum Beispiel bei:
Die Donau ist deshalb stark fragmentiert.
Der Main ist durch eine Kette von Staustufen geprägt.
Diese wurden ursprünglich für die Schifffahrt gebaut, werden heute aber häufig auch zur Energieerzeugung genutzt.
Die Mosel besitzt ebenfalls eine lange Reihe von Staustufen mit Wasserkraftwerken.
Sie zählen zu den wichtigsten Wanderhindernissen für Fische in diesem Flusssystem.
Lech und Isar
In Süddeutschland sind besonders betroffen:
Hier existieren zahlreiche Wasserkraftanlagen, viele davon im alpinen Raum.
Gerade dort liegen jedoch auch wichtige Lebensräume für:
Forelle
Äsche
Huchen
Viele Menschen denken bei Wasserkraft an große Staudämme.
In Deutschland besteht die große Mehrheit der Anlagen jedoch aus kleinen Wasserkraftwerken.
Sie produzieren oft nur sehr wenig Strom, können aber dennoch:
Das eigentliche Problem entsteht durch die große Zahl von Anlagen.
Viele Flüsse sind heute durch eine Kette von Staustufen und Wasserkraftwerken unterbrochen.
Für wandernde Fischarten bedeutet das:
Sie müssen mehrere Hindernisse hintereinander überwinden.
Die Verluste summieren sich dadurch erheblich.
Trotz dieser ökologischen Auswirkungen trägt Wasserkraft in Deutschland nur etwa
3 bis 4 Prozent zur Stromproduktion bei!
Viele kleine Anlagen produzieren sehr wenig Energie, können aber dennoch erhebliche Auswirkungen auf Flüsse und Fischpopulationen haben.
Wenn über Gewässer, Naturschutz oder Fischbestände diskutiert wird, sollte man sich eine einfache Frage stellen:
Wer kennt unsere Gewässer eigentlich besser als Angler?
Mehr als 6 Millionen Menschen in Deutschland gehen angeln.
Das ist eine enorme Zahl.
Und trotzdem wirkt die Lobby der Angler oft erstaunlich schwach.
Vielleicht liegt das auch daran, dass viele Angler ihre Stimme nicht erheben.
Dabei hätten sie allen Grund dazu.
Denn gesunde Flüsse, funktionierende Fischwanderungen und stabile Fischbestände sind nicht nur ein Anliegen von Anglern – sondern ein wichtiger Teil unseres Naturerbes.
Angler pauschal als „Mörder“ zu bezeichnen, verkennt die Realität.
Angeln ist für Millionen Menschen eine Verbindung zur Natur.
Gleichzeitig stehen unsere Flüsse vor großen Herausforderungen.
Wasserkraftwerke, Gewässerverbauungen und andere Eingriffe verändern Lebensräume oft deutlich stärker als die Angelfischerei selbst.
Wenn wir wirklich über den Schutz unserer Fischbestände sprechen wollen, müssen wir deshalb das gesamte Bild betrachten.
Und vielleicht auch eine andere Frage stellen:
Wie schaffen wir es, unsere Flüsse wieder fischfreundlicher zu machen?
Eine offene und ehrliche Diskussion darüber wäre ein guter Anfang.
Wie seht ihr das?
Sind Angler in der öffentlichen Debatte zu Unrecht das Feindbild?
Oder müssten wir als Angler selbst stärker unsere Stimme erheben?
Schreibt eure Meinung gern in die Kommentare.

Beide Schnurarten haben ihre Vorteile – aber auch klare Nachteile. Während manche Angler komplett auf Fluorocarbon schwören, bleiben andere lieber bei klassischer monofiler Schnur.
In diesem Artikel schauen wir uns deshalb genau an:
Am Ende weißt du genau, wann du welche Schnur einsetzen solltest.
Fluorocarbon ist eine Angelschnur aus Polyvinylidenfluorid (PVDF). Dieser spezielle Kunststoff hat eine Eigenschaft, die ihn beim Angeln besonders interessant macht:
Der Lichtbrechungsindex von Fluorocarbon ist dem von Wasser sehr ähnlich.
Das bedeutet vereinfacht gesagt:
Unter Wasser ist die Schnur deutlich schwerer zu erkennen als viele andere Angelschnüre.
Genau deshalb wird Fluorocarbon vor allem als Vorfachmaterial eingesetzt.
Der größte Vorteil von Fluorocarbon ist seine geringe Sichtbarkeit im Wasser.
Besonders in:
kann eine möglichst unauffällige Schnur den Unterschied zwischen Biss oder keinem Biss ausmachen.
Viele Forellenangler setzen deshalb auf Fluorocarbon-Vorfächer.

Fluorocarbon ist deutlich abriebfester als viele monofile Schnüre.
Das ist besonders wichtig in Gewässern mit:
Hier kann eine normale Schnur schnell beschädigt werden, während Fluorocarbon deutlich länger durchhält.


Ein weiterer Vorteil ist das höhere spezifische Gewicht.
Fluorocarbon sinkt schneller als monofile Schnur. Das kann Vorteile bringen bei:
Der Köder erreicht schneller die gewünschte Tiefe.

Fluorocarbon hat weniger Dehnung als monofile Schnur.
Das bedeutet:
Gerade beim aktiven Spinnfischen ist das ein großer Vorteil.

Trotz der vielen Vorteile ist Fluorocarbon nicht perfekt.
Fluorocarbon ist deutlich teurer als monofile Schnur.
Gerade hochwertige Markenprodukte können schnell ins Geld gehen.
Deshalb nutzen viele Angler Fluorocarbon nur als Vorfach und nicht als Hauptschnur.
Fluorocarbon ist etwas steifer als monofile Schnur.
Das kann dazu führen, dass sehr kleine Köder manchmal etwas weniger natürlich laufen.
Besonders bei ultraleichten Ködern kann dieser Unterschied auffallen.
Die geringere Dehnung hat zwar Vorteile – aber auch einen Nachteil.
Fluchten von Forellen werden weniger abgefedert.
Gerade bei dünnen Vorfächern muss deshalb die Bremse der Rolle gut eingestellt sein.
Monofile Angelschnur besteht meistens aus Nylon und ist seit Jahrzehnten ein Klassiker unter den Angelschnüren.
Viele Angler haben ihre ersten Forellen genau mit dieser Schnur gefangen.
Und auch heute hat monofile Schnur noch viele Vorteile.
Monofile Schnur besitzt eine relativ hohe Dehnung.
Das wirkt wie ein natürlicher Stoßdämpfer.
Wenn eine Forelle plötzlich flüchtet oder stark kämpft, wird die Belastung besser abgefangen.
Gerade bei:
kann das sehr hilfreich sein.
Monofile Schnur ist meist sehr weich und flexibel.
Dadurch laufen viele Köder besonders natürlich im Wasser.
Vor allem kleine Spinner oder Forellenblinker profitieren davon.
Ein großer Vorteil ist natürlich der Preis.
Monofile Schnur ist deutlich günstiger als Fluorocarbon.
Gerade für Einsteiger ist das ideal.
Mono lässt sich meist sehr leicht knoten und handhaben.
Viele klassische Angelknoten funktionieren damit problemlos.
Natürlich gibt es auch hier einige Nachteile.
Monofile Schnur ist für Fische deutlich leichter sichtbar.
In sehr klaren Gewässern kann das dazu führen, dass Forellen vorsichtiger werden.
Im Vergleich zu Fluorocarbon ist monofile Schnur meist weniger abriebfest.
Kontakt mit Steinen oder Muscheln kann schneller zu Schäden führen.
Monofile Schnur kann mit der Zeit Wasser aufnehmen.
Dadurch verändern sich teilweise ihre Eigenschaften.
Die ehrliche Antwort lautet:
Viele erfahrene Forellenangler nutzen deshalb eine Kombination aus beiden Schnüren.
Ein häufig genutztes Setup sieht so aus:
Hauptschnur:
Vorfach:
So bekommt man:

In den meisten Situationen hat sich folgende Kombination bewährt:
Warum?
Die Hauptschnur kann dann je nach Angelstil gewählt werden.
Sowohl Fluorocarbon als auch monofile Schnur haben ihre Berechtigung beim Forellenangeln.
Fluorocarbon überzeugt durch:
Monofile Schnur punktet mit:
Die beste Lösung ist oft eine Kombination aus beiden Schnurtypen.
Wie angelst du auf Forelle?
👉 Nutzt du lieber Fluorocarbon oder monofile Schnur?
Oder setzt du – wie viele Angler – auf eine Kombination aus beiden?
Schreib deine Erfahrungen gerne in die Kommentare.
All times- tight lines
Euer Klaus